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Mit diesem Kochbuch wird die Reihe der Flussführer von Gus Karpes abgerundet. Hier versieht Gus den Leser mit vielen Rezepten, Tipps und Infos zum Kochen im Freien. Er berät ihn auch in Sachen angeln und gibt ihm Anleitungen dazu, wie man einen Fisch ausnimmt und ihn zubereitet. Außerdem erzählt Gus geistreiche und unterhaltsame Anekdoten aus seinem Leben als Wildnisführer, um einige seiner Erfahrungen mit den Lesern zu teilen.
Aus dem Buch:
“SIR ARCHIBALD
[Ausschnitt]
Schnaufend, spöttisch prustend und mit langer, pendelnder Wamme schüttelte Archie, wie wir ihn aus sicherer Entfernung nannten, kraftvoll das Wasser aus dem Fell und verschwand mit einem letzten Blick der Verachtung ins dichte Weidegebüsch auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses. Für ein paar Minuten konnten wir ihn hören, wie er sich den Weg durch die Ufervegetation stampfte, aber langsam verschwanden auch diese Geräusche, und eine friedvolle Ruhe kehrte wieder ins Camp am Boswell River ein. Wir ahnten nicht, dass Archie noch da war. Er war nicht zu sehen, musterte aber den Lagerplatz und plante seine nächste Offensive.
Wir waren im frühen September in Urlaub, taten aber nichts anderes als sonst im Berufsalltag. Die Ausrüstung, die wir zum Vermieten zur Verfügung stellten, war jetzt im Schuppen weggeschlossen, unsere letzte Kundschaft war abgereist, und wir waren fest entschlossen, dass eine ganz gemächliche Tour den Teslin River herunter durchzuführen, völlig ohne Zeitdruck und festgelegten Plan, sehr wichtig wäre, um den Sommer angemessen abzurunden.
Die einzige Aufgabe, die noch während der Tour erledigt werden musste, war, unsere Walltents* bei Hootalinqua, ein verlassenes Goldgräberdorf am Zusammenfluss des Teslin River mit dem Yukon River, abzubauen. Wir und unser Kanu würden zehn Tage später dort per Flugzeug abgeholt werden, welches der einzige feste Termin in unserem Kalender war.
Wir drei – meine Frau Irene, ich und unser Freund George – waren am frühen Nachmittag an unseren jetzigen Lagerplatz an einem klaren und sonnigen Herbsttag angekommen. Die Farbenpracht des Herbstes war atemberaubend. Leuchtend klare Töne in gelb, rot und grün schmückten die Ausläufer der Berge mit schneebedeckten Kuppen, die das Flusstal des Teslin River ausmachen.
Unser Lager, in dem wir geplant hatten, zwei Tage zu bleiben, war am Zusammenfluss des Boswell River mit den Teslin River aufgeschlagen, ein pittoreskes Anwesen und einst das Heim der Familie Baker. Der in den Teslin mündende Boswell River ist nach den prominenten Pionieren Thomas und George Boswelll aus Peterborough, Ontario, benannt.
Wir hatten vor, einige Tage an diesem schönen Ort zu verbringen, und wir wollten auch im umliegenden Gelände umherwandern, das von einem Netz alter Pfaden durchgezogen ist.
George und ich waren gerade dabei, unser übliches rituelles Trankopfer* zu diskutieren, als sich plötzlich eine unerwartete Stille in der Umgebung ausbreitete. Das schnatternde Eichhörnchen verschwand, der freche Eichelhäher machte sich zu ergiebigeren Futterquellen auf, und der schwarze Rabe, der den ganzen Nachmittag schon Luftakrobatik in der Nähe unseres Lagers vorgeführt hatte, schien mitten im Programm aufzuhören. Diese plötzliche Unterbrechung der Geräusche der Wildnis, die so sehr als reguläre Hintergrundmusik dazugehören, machte uns alle drei auf einmal sehr aufmerksam.
Plötzlich, sehr leise, in einer äußerst bescheidenen, sanften und lässigen Weise, betrat Sir Archibald den Schauplatz!
„Ein Elch steht hinter dir, George“, bemerkte Irene in einem einigermaßen gedämpften Ton. „Ha! Ha! Ha! Sehr witzig – ihr tut auch wirklich alles, um mich zum Laufen zu bringen“, antwortete George. Genau in dem Moment, pustete Archie sanft ein bisschen von seinem leicht wohlriechenden und feuchten Elchatem durch seine großen, haarigen Nüster direkt in den Kragen von Georges Weste. [...]”
Gesamte Geschichte im Buch. |